Was ist PAL_LINK?
Über PAL_LINK
In der Schweiz leben rund 20’000 Erwachsene mit kognitiver Beeinträchtigung. Die Anzahl der Betroffenen im Alter von 55 Jahren und älter wächst. Damit einher gehen die steigende Prävalenz chronischer und altersbedingter Erkrankungen sowie der zunehmende Bedarf an Palliative- und End-of-Life-Care. Dennoch bestehen in der Schweiz diesbezüglich nach wie vor gravierende Versorgungslücken. Es fehlen übergreifende Versorgungskonzepte zur Unterstützung der Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, Fachpersonen und Angehörigen im Umgang mit Palliative- und End-of-Life-Care-Bedürfnissen.
Das PAL_LINK-Projekt der OST – Ostschweizer Fachhochschule hat sich dieser Versorgungslücke gewidmet. Das Projekt untersuchte die aktuelle Palliative und End-of-Life-Care-Versorgung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Ostschweiz. Basierend auf den Erkenntnissen wurde ein entsprechendes institutions- und professionsübergreifendes Versorgungskonzept entwickelt.

Zielgruppe
Das PAL_LINK-Projekt bezog sich auf erwachsene Personen (≥ 18 Jahre) mit kognitiver Beeinträchtigung, d.h. Personen, die:
- eine signifikant eingeschränkte Fähigkeit haben, neue oder komplexe Informationen zu verstehen und neue Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden (beeinträchtigte Intelligenz);
- eine reduzierte Fähigkeit haben, unabhängig zurechtzukommen (beeinträchtigte soziale Funktion);
- deren Beeinträchtigung vor dem 18. Lebensjahr eingetreten ist (Beginn in der Entwicklungsphase).
Quelle: American Association on Intellectual and Developmental Disabilities (AAIDD)
Methodisches Vorgehen
Die Handlungsempfehlungen dieses Versorgungskonzepts basieren auf den Ergebnissen des PAL_LINK-Projekts sowie auf nationalen und internationalen Expert:innen-Erfahrungen. Methodisch gliederte sich PAL_LINK in fünf Phasen
- Durchführung von explorativen Interviews mit 4 Fachpersonen
- Bildung PAL_LINK Beirat
- Ist-Analyse: Literaturrecherche, quantitativ: Fragebogenerhebung in 29 Wohnheimen, qualitativ: 12 Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen sowie 2 LEGO©-SERIOUS-PLAY©– und 2 playmobil©-Workshops mit Betroffenen
- Co-Entwicklung des Versorgungskonzepts
- Pilotierung des Versorgungskonzepts in einem Wohnheim
Wer steht hinter PAL_LINK?
Das PAL_LINK-Projekt wurde vom IGW (Institut für Gesundheitswissenschaften) und dem ISAL (Institut für Soziale Arbeit im Lebensverlauf) der OST – Ostschweizer Fachhochschule lanciert. Massgeblich mitgestaltet wurde es von Co-Forschenden aus dem Team SEGEL (Schwierige Entscheide – GEmeinsame Lösungen) und vom PAL_LINK-Beirat.
Das PAL_LINK-Kernteam der OST:
- Andrea Kobleder (Projektleiterin)
- Corinne Wohlgensinger (Leiterin Teilprojekt Kommunikation)
- Daniela Bernhardsgrütter
- Sibylla Frieda Strolz
- Marlene Matzinger
Co-Forschende
- Karin Zingg
- Urban Hanny
- Andrea Sennhauser
Der PAL_LINK-Beirat:
- Andrin Hindermann
- Angela Grossmann
- Antje Hirt
- Erika Süess
- Judith Adler
- Gino Bez
- Sarah Sieber
- Ute Latuski-Ramm

